Von Hundsbach hinauf zum ehemaligen Hofgut Erlasee, wo 2005/06 der damals größte Solarpark der Welt mit nachführbaren Paneelen entstand. Zurück über den Kreuzweg nach Obersfeld – mit einer Dorfsage, die erklärt, warum manchen Figuren die Nasen fehlen.
Wer heute nach Obersfeld im schönen Frankenland kommt, kann auf den Stationsbildern die Henker und Peiniger des Herrn noch ohne Nasen und Ohren sehen.
Die Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Hundsbach. Ihr Fahrzeug können Sie am Sportplatz oder auch im Ort abstellen. Von der Ortsmitte geht es auf der Straße Richtung Obersfeld.
Kurz nach dem Dorf zweigt schräg rechts der Weg 10 ab. Ihm folgen Sie leicht bergauf für längere Zeit. Am Waldrand treffen Sie auf einen Wegweiser für Radler und kreuzen den Weg 1 – weiter geradeaus auf dem Weg 10.
Bis vor wenigen Jahren war das Hofgut eine Weinbau-Versuchsanlage. In den Jahren 2005/06 entstand hier der damals größte Solarpark der Welt mit beweglichen Sonnenflügeln, die sich automatisch nach der Sonne ausrichteten. Eine Info-Tafel am Weg erklärt die Anlage.
Sie gehen ein Stück den gleichen Weg zurück, bis Sie wieder auf den Weg 1 treffen. Ihm und dem Wegweiser folgen Sie nun Richtung Obersfeld.
Wo der Weg bergab führt, gehen Sie an den Kreuzweg-Stationen entlang. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie: Manchen Figuren fehlen Nasen und Ohren. Warum das so ist, erzählt die Dorfsage weiter unten.
Sie erreichen das Dorf beim Friedhof. Dort links in die Obersfelder Straße und gleich wieder an der Bushaltestelle bergab in die Wintertalstraße.
Auf der Wintertalstraße überqueren Sie den Aschbach. Auf Höhe der Gauaschacher Straße folgen Sie dem Weg 1 nach links – vorbei an einem alten Transformatorenhaus, das ein Tierfreund als „Tierhotel“ für vielerlei Tierarten eingerichtet hat.
Nach kurzer Zeit, vor der ersten kleinen Steigung, führt vor einem großen Busch ein schmaler Pfad links in die Wiesen. Dort fließt eine starke Quelle aus einem Rohr und spendet sehr gut schmeckendes, kühles Quellwasser.
Der weitere Weg führt Sie an den Brunnen der Wasserversorgung „Hundsbacher Gruppe“ vorbei. Einige Tafeln geben Auskunft über die Quellen – danach sind es nur noch wenige Schritte zurück in die Ortsmitte.
Die Wanderung beginnt in Hundsbach in der Ortsmitte. Sie können Ihr Fahrzeug am Sportplatz oder auch im Ort abstellen. Gehen Sie von der Ortsmitte auf der Straße Richtung Obersfeld. Kurz nach dem Dorf zweigt schräg rechts der Weg 10 ab. Ihm folgen Sie leicht bergauf für längere Zeit. Sie treffen am Waldrand auf einen Wegweiser für Radler und kreuzen hier den Weg 1. Gehen Sie auf dem Weg 10 geradeaus weiter, bis Sie das ehemalige Hofgut Erlasee erreichen.
Bis vor wenigen Jahren war es eine Weinbau-Versuchsanlage. In den Jahren 2005/06 entstand hier der damals größte Solarpark der Welt mit beweglichen Sonnenflügeln, die sich automatisch nach der Sonne ausrichteten. Auf einer Info-Tafel können Sie dazu Näheres erfahren.
Sie müssen nun ein Stück den gleichen Weg zurückgehen, bis Sie wieder auf den Weg 1 treffen. Ihm und dem Wegweiser folgen Sie nun Richtung Obersfeld. Wenn der Weg Sie bergab führt, gehen Sie an den Kreuzweg-Stationen entlang. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie, dass manchen Figuren Nasen und Ohren fehlen. Dazu gibt es eine Dorfsage, die Sie weiter unten nachlesen können. Sie erreichen das Dorf beim Friedhof. Biegen Sie dort links in die Obersfelder Straße ein und verlassen diese gleich wieder an der Bushaltestelle bergab in die Wintertalstraße.
Auf ihr überqueren Sie den Aschbach. Auf Höhe der Gauaschacher Straße folgen Sie dem Weg 1 nach links, an einem alten Transformatorenhaus vorbei, das ein Tierfreund als „Tierhotel“ für vielerlei Tierarten eingerichtet hat.
Nach kurzer Zeit, vor der ersten kleinen Steigung des Weges, führt vor einem großen Busch ein schmaler Pfad links in die Wiesen. Dort fließt eine starke Quelle aus einem Rohr und spendet sehr gut schmeckendes, kühles Quellwasser.
Der weitere Weg führt Sie an den Brunnen der Wasserversorgung „Hundsbacher Gruppe“ vorbei. Einige Tafeln geben Auskunft über die Quellen.
2005/06 gebaut – seit 2023 im Rückbau
Vor Jahren zog eine fromme Beterschar in langer Prozession den Berg hinan. Voraus die Schuljugend unter Aufsicht des Lehrers, dann kamen ernst und gemessenen Schrittes die Männer, danach der alte gütige Pfarrer mit den Ministranten und zuletzt die zahlreichen Mädchen und Frauen. Langsam unter Gebet und Gesang bewegte sich der lange Zug bergan.
Da – beim dritten Bilde – wurden die Knaben unruhig, steckten die Köpfe zusammen, zeigten auf das Bild, flüsterten miteinander und kicherten. Die folgenden Männer schauten auch voller Neugierde hin, lächelten zuerst und gaben dann durch eifriges Murmeln ihr Missfallen kund. Der Herr Pfarrer bemerkte die Unruhe, besah sich das Bild ebenfalls genau und schüttelte das Haupt. Die nachkommenden Mädchen und Frauen jammerten leise über die wahrgenommene Gottlosigkeit. Von Station zu Station ging es langsam weiter. Überall wiederholte sich das Kopfschütteln und missfällige Murmeln, und das Gesicht des Pfarrers wurde immer ernster. Die fromme Stimmung war sehr gestört.
Zwei achtjährige Knaben, Hans Z. und Leo O., die zu Beginn der Prozession gar glücklich und froh darein geschaut hatten, gingen jetzt auffallend brav im Zuge. Und das kam so:
Der Herr Lehrer hatte in der Religionsstunde die Leiden und den Tod des Heilandes so wundersam und rührend geschildert, dass es ihnen ganz weh ums Herz geworden war. Gleich am Nachmittag kamen sie seiner Aufforderung nach, die schönen Reliefbilder am Kalvarienberg zu betrachten. Von Bild zu Bild gingen sie und unterhielten sich in kindlicher Weise von der großen Not des Gottessohnes. Sie begleiteten ihn gleichsam auf seinem Todesweg, nahmen innigsten Anteil an seinen Schmerzen, fühlten mit ihm seine tiefe Schmach.
Als sie dann sahen, wie die Henkersknechte nach dem unter dem Kreuze liegenden Heiland schlugen, verwandelte sich plötzlich ihre fromme Gesinnung in glühenden Hass. Die beiden Knaben hatten nur mehr einen Gedanken: den Heiland zu rächen. Rasch ergriffen sie einige der herumliegenden scharfkantigen Kalksteine, und schwere Schläge trafen die Peiniger des Heilandes. Von einem Bild zum anderen eilten sie dann, und überall wurden den Feinden des Gottessohnes Nasen und Ohren weggeschlagen. Erst bei dem Bild der Kreuzabnahme machten sie halt; denn hier war der tote Heiland nur von Freunden umgeben. Da knieten sie nieder in frommer Begeisterung und erzählten dem bleichen Gottessohn, wie sie ihn gerächt hatten. Im Vollgefühl einer vollbrachten Tat kehrten sie dann heim.
Am Prozessionstag verdarb ihnen dann das Kopfschütteln der Männer und Frauen und besonders das ernste Gesicht des Pfarrers und Lehrers ihre Heldenstimmung. Es war anzunehmen, dass eine hochnotpeinliche Untersuchung bald einsetzen und schwere Bestrafung folgen würde. Auffälligerweise unterblieb sie. Das milde Herz des alten Pfarrers hatte wohl den unbekannten Tätern vergeben, da merkwürdigerweise nur die Feinde des Heilandes verstümmelt, die Freunde aber verschont waren.
Wer heute nach Obersfeld im schönen Frankenland kommt, kann auf den Stationsbildern die Henker und Peiniger des Herrn noch ohne Nasen und Ohren sehen.
Übernachten Sie bei uns in Eußenheim: Wir geben Ihnen gerne den Wegeplan und Tipps für unterwegs mit – und sagen Ihnen, wie Sie am besten nach Hundsbach kommen.
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